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Unser Kinder-Holzspielhaus mit Spielplatz

Aufbau Ende Februar 2019

Kinderparadies im eigenen Garten

 

Lange haben wir überlegt wie wir für unsere kleine Tochter Alissa (jetzt 31 Monate alt) unseren Garten kinderspielfreundlich gestalten können, ohne dass es optisch überladen wirkt und es im Gesamtbild wunderbar zu unserem Haus und Grundstück passt. Ich habe sehr viel im Internet recherchiert und verglichen und auch die Flugblätter der Baumärkte gründlich durchforstet.

 

Schnell war für uns klar…wir möchten auf jeden Fall ein Spielhaus…

 

Nachdem es ja so viele verschiedene Möglichkeiten bei der Auswahl und beim Material gibt, haben wir für uns entschieden, dass wir ein kleines süßes Holzspielhaus mit einer Sandkiste und einer Schaukel-Rutsche-Kombination in unseren Garten eingliedern möchten. Mir ist eigentlich sehr bald ein wunderschönes Holzhaus ins Auge gestochen, dass ich mir sehr gut dafür vorstellen konnte. In meinen Recherchen ist mir aufgefallen, dass dieses Haus bei verschiedenen Anbietern unter verschiedenen Namen vertrieben wird. zb: von PALMAKO „Tom“( https://www.palmako.com/ger/tom) oder Mr. Gardener "Joanna" (https://www.fetter.at/produkt-87736-mr_gardener_kinderspielhaus-joanna-)

 

Wir haben uns schließlich für das Kinderspielhaus „Joanna“ vom lokalen Fetter Baumarkt entschieden, der dieses kleine Häuschen zum Glück im Angebot hatte. Der Fetter Baumarkt ist glücklicherweise sehr gut aufgestellt, was sein Sortiment betrifft, denn dort haben wir auch gleich die Sandkiste und die Schaukel-Rutsche-Kombination gekauft. Wir haben uns beim Baumarkt ein Lieferauto ausgeborgt und alles nach Hause transportiert. Bei vielen Online Anbietern hätte die Lieferung alleine schon sehr viel Geld gekostet.

 

Wir haben zusätzlich zum Häuschen die Kinderspielanlage „Arno“ inkl. blauer Rutsche 265 cm, die  Sandkiste „Phil“(140x140) inklusive Abdeckung, Fallschutzplatten, eine Nestschaukel ca. 110 cm Ø, und Spielsand, Bitumenkleber & Dichtmasse, Bitumenschindeln, Klarlack zum Versiegeln für den Boden und weiße und blaue Lasur/Farbe für den Außenanstrich gekauft. Insgesamt sind wir hier auf ca. € 1450,- Kosten gekommen.  Ja, es ist nicht wenig, aber es lohnt sich auf jeden Fall!

 

So sieht unser Kinderparadies derzeit aus (Stand April 2020) inklusive tollem Trampolin
So sieht unser Kinderparadies derzeit aus (Stand April 2020) inklusive tollem Trampolin

Ein Holzspielhaus für leuchtende Kinderaugen

 

Unsere sehr aktive und bewegungslustige Tochter spielt sehr gerne im Freien. Sie hat selbstverständlich ihr eigenes kleines Reich, doch am besten ist es draußen zu spielen. Perfekt eingegliedert in unseren Garten haben wir für sie einen ganz besonderen Raum geschaffen. Ein Ort, wo sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen kann und ungestört ihre Suppen und Kaffee kochen kann. Ein Ort, wo Erwachsene gar keinen Zutritt haben, es sei denn man muss Suppe kosten :-)

 

 

Der richtige Standort für unser Spielhaus

 

Das Holzspielhaus sollte idealerweise eher an einem schattigen Ort im Garten aufgebaut werden. Im Sommer, wenn das Thermometer in Richtung 30 Grad geht, wird es in einem Holzhaus schnell unerträglich heiß. Wir haben dafür einen optimalen Platz zwischen 2 riesigen Bäumen gefunden.  Zudem sollte rund um das Spielhaus genügend Platz vorhanden sein, zumindest 2 Meter Abstand zum Zaun.

 

Wartung und Pflege

 

Holz ist von Natur aus sehr robust. Dennoch kann es im Laufe der Zeit zu Verwitterungen kommen und um das zu vermeiden, haben wir gleich von Anfang an mit einer Imprägnierung das Holz außen gestrichen. So ist es gut geschützt. Innen bleibt das Holz unbehandelt, damit es schön atmen kann. Den Holzfußboden haben wir allerdings sehr wohl mit einer Grundierung gestrichen, damit der Boden lange schön bleibt.

 

Das Spielhaus Joanna

 

 

Das komplett aus naturbelassener Fichte bestehende Haus Joanna hat eine Grundfläche von ca. 2,20 x 1,80m. Die Firsthöhe des Spitzdaches beträgt etwa 2,27m, so dass selbst Erwachsene in dem Spielhaus zumindest in der Mitte stehen können.

 

Im Innenraum sticht der Schlafboden sofort ins Auge, da es sozusagen der 2. Stock des Hauses ist. Auf ca. 1,75 x 0,80 m kann man ohne Probleme eine kleine Matratze zum schlafen platzieren. Auf den Schlafboden gelangt man über eine kleine Treppe, die der Tür gegenüber liegt. Wir haben zur Sicherheit einen kleine Holzabsperrung gebastelt, damit man nicht nach oben gehen kann. Anfangs konnte unsere Tochter zwar hinauf gehen, jedoch nicht mehr alleine runter. Und es war uns zu gefährlich, dass sie eventuell herunter fallen könnte. Diese Absperrung kann man bei Bedarf entfernen.

 

 

Außerdem hat das Spielhaus 4 Plexiglas-Fenster, von denen eines zu dem Schlafboden gehört. Aus Sicherheitsgründen lassen sich diese Fenster nicht öffnen. Da es aber bei höheren Temperaturen in dem Haus schnell sehr warm werden kann, haben wir das mit den Fenstern optimiert. Wir haben bei zwei Fenstern (nicht oben am Schlafboden, das wäre zu gefährlich) die Möglichkeit zum Lüften geschaffen. Bei den Fensterrahmen haben wir einfach Scharniere angebracht und einen kleinen Haken zum Schließen. So kann man wunderbar querlüften. Oben allerdings bleibt es trotzdem wärmer. Aber das Risiko eines Fenstersturzes wollten wir hier einfach nicht eingehen.
Die Highlights für unsere Tochter sind neben dem oberen Stock die Blumenkästen vor den drei unteren Fenstern. Dort haben wir jedes Jahr schöne Perlagonien drin.

 

 

Juhu, das Spielhaus wird geliefert

 

Wir haben uns vom Fetter Baumarkt einen Lieferwagen ausgeborgt und alle Sachen vom Geschäft abgeholt. Das Spielhaus hat ein Gewicht von ca. 450 kg und war auf einer Palette gelagert. Unsere Tochter wartete schon sehnsüchtig auf das Eintreffen.

 

Nach dem freudigen Empfang haben wir zuerst das Paket geöffnet und alle Einzelteile des Hauses sortiert und gestapelt. Somit haben wir gleich überprüfen können ob auch alle Teile vorhanden sind. Unsere Tochter hatte ihren Spaß daran uns beim Sortieren zu helfen. Dabei empfiehlt sich ein Blick in die beiliegende Aufbauanleitung. Denn da kann man schon ungefähr erahnen, welches Teil in welcher Bauphase benötigt wird. Das Auspacken und sortieren war in etwa 30 Minuten erledigt. Wir haben einstweilen alles unter eine Plane gepackt, denn bevor wir das Häuschen aufbauen wollten, haben wir zuerst die Schaukel-Rutsche-Kombination aufgebaut. Denn danach haben wir uns dann gerichtet, wo genau das Holzhaus hinkommt.

 

 

Nachdem alles schön sortiert wurde, haben wir eine große Plane darüber gelegt, falls es über Nacht regnen sollte. Das Häuschen wurde erst am nächsten Tag aufgebaut. Vorher kommt erst die Schaukel dran.

 

Der Aufbau der Kinderspielanlage

 

Der Aufbau ging eigentlich relativ rasch. Zu zweit hat das ungefähr 2 Stunden gedauert. Alle Teile wurden sortiert, danach zusammengebaut und zusammengeschraubt. Damit die Holzbalken keinen direkten Bodenkontakt haben, wurden die Beine auf Waschbetonplatten gestellt. So stehen die Beine bei Regen nicht im Wasser. Als das Holzgerüst fertig aufgebaut war, kamen die Rutsche und die Schaukel dran. Wir haben die beiden originalen Schaukeln erstmal im Keller verstaut, weil unsere Tochter sowieso dafür noch zu klein war. Stattdessen haben wir eine Babyschaukel und eine große Nestschaukel montiert. Rutsche und Schaukel wurden selbstverständlich sofort ausprobiert!

 

 

Die Unterkonstruktion

 

Der optimale Untergrund für den Aufbau eines Spielhauses ist eine weiche Rasenfläche. Das Verletzungsrisiko ist hier für die Kinder deutlich geringer als beispielsweise auf harten Steinböden oder Asphalt. In unserem Fall war der Untergrund eher eine mittlere Herausforderung, da unser Garten fast an keiner Stelle ebenerdig ist und sich größtenteils in einer Mulde befindet. Also zu den Ecken und Rändern hin ein bisschen steiler nach oben geht. Wir mussten ein wenig Erde ausheben um eine gerade Fläche zustande zu bringen. Außerdem haben wir eine Unterkonstruktion aus Holzpanelen gemacht, damit das Häuschen nicht direkt auf dem Boden steht. So können wir verhindern, dass sich bei Regen beim Häuschen Wasser ansammelt. Somit verlängern wir die Lebensdauer und verhindern eventuelle Schimmelbildung.

 

 

Der Aufbau

 

Am nächsten Tag war es dann endlich soweit! Mit der tollen Hilfe von unserem handwerklich begabten Nachbar gings dann endlich los mit dem Aufbau.

 

 

Zu unserer aller Zufriedenheit haben wir eine zusätzliche Fichtenleiste (hatte unser Nachbar zum Glück in seiner Garage) in der Mitte als zusätzlichen Auflagepunkt für die Schlafebene angebracht. Somit können wir unsere Tochter wirklich mit ruhigem Gewissen und ohne Sorgen haben zu müssen, dass die Schlafebene irgendwann einmal auf den Boden knallt, spielen lassen. Und wir haben auch den ultimativen Test gemacht…der erfolgreich war. Zwei Erwachsene Menschen haltet der Schlafboden nun ohne Probleme aus.

 

 

Dach mit Bitumenschindeln

 

Wir haben uns für die Biberschwanzschindeln entschieden, weil die uns so gut gefallen haben. Sie sind allerdings ein wenig teurer als gleichwertige Rechteckschindeln. Die Schindeln wurden in 3m²-Paketen verkauft. Da die Dachfläche ca. 7m² beträgt, mussten wir also 3 Pakete kaufen.

 

Das Streichen des Spielhauses

 

Bevor die Fenster und Türen eingesetzt werden, muss man das Haus in der gewünschten Farbe streichen. Dadurch vermeidet man unschönes Übermalen der Fensterrahmen. Der Fetter Baumarkt hat uns für diesen Zweck gute Farben empfohlen. Zuvor sei es aber ratsam, alle zu streichenden Holzflächen mit einer Holzimprägnierung vorzubehandeln, damit das Holz des Spielhauses optimal vor Witterungseinflüssen geschützt ist.

 

Nachdem die Imprägnierung vollständig getrocknet ist (laut Beschreibung 12 Stunden), geht es los mit der eigentlichen Farbe. Wir haben uns für eine Lasur in schwedischem Blau entschieden, da das Haus die typisch schwedische Optik bekommen sollte. Wir haben sie 2 Mal aufgetragen. Die Lasur lässt ein wenig das Holz unten darunter durchschauen, was uns besonders gut gefällt. So sieht man ein bisschen die Holzmaserung. Wenn man es komplett deckend möchte, dann muss man zu einer Farbe greifen.

 

 

Der Einbau von Tür und Fenster

 

Das Spielhaus hat eine Tür und vier Fenster, die wir in schönem weiß gestrichen haben. Insgesamt sind wir mit der Lasur drei mal drüber gegangen. Die gestrichenen Teile haben wir am Tag draußen und in der Nacht im Keller trocknen lassen. Und erst am nächsten Tag wurden sie eingebaut.

 

 

Die Sandkiste

 

Nebenbei haben wir dann begonnen die Sandkiste aufzubauen. Dies ging wirklich schnell. Als Untergrund haben wir ein paar Fallschutzmatten gelegt, damit kein direkter Kontakt zur Erde besteht. Die Sandkiste wurde sogleich getestet und für „sehr gut“ befunden!

 

Leider ist durch das Streichen außen an einigen Stellen innen Farbe eingetreten, was nicht sehr schön aussah. Wir haben mit Schleifpapier das gröbste entfernen können. Die Innenseiten der Holzwände haben wir komplett frei von Farbe oder Lack gelassen, damit zumindest auf einer Seite das Holz schön atmen kann.

 

 

Die Innendekoration

 

Nachdem das kleine süße Kinderspielhaus nun fertig zusammengebaut war, konnte ich mich bei der Inneneinrichtung und der Dekoration austoben. Ich habe mir beim IKEA einige schöne Sachen besorgt, darunter waren Decken, Pölster, Kunstblumen, Teppiche, ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen, usw. Ich wollte das kleine Häuschen ganz bequem und stylisch herrichten. Wir haben uns eine gebrauchte Kinder Holzküche gekauft und diese habe ich mit einer schönen Folie beklebt und so eine völlig neue Küche angefertigt, die echt hammermäßig aussieht.

 

Vorher/Nachher Fotos der Kinder-Holzspielküche

 

Unsere Tochter war von Anfang an begeistert von ihrem kleinen Holzhäuschen und ihrem tollen Spielplatz!

Mittlerweile darf sich unsere Tochter mit ihrem kleinen Bruder das Paradies teilen :-)

Was kann es schöneres geben?

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Claudia Z. (Donnerstag, 14 Mai 2020 15:51)

    Wunderschönes Kinderparadies :-)
    Das würde ich mir auch wünschen für meinen Sohn, aber wir haben leider nicht so viel Platz im Garten.

  • #2

    Susanne (Montag, 25 Mai 2020 09:08)

    Oh wie schön!